Der Sternenhimmel in diesem Monat

Der Himmel im November
Alle Zeitangaben in MEZ, gültig für E12°07′ und N51°07′ (Döbeln SN).
Wir haben Mitteleuropäische Zeit. (Normale Zonenzeit für Deutschland. Gleich Weltzeit UTC plus eine Stunde).

Der elfte Monat im Jahr ist ein Herbstmonat.
Das Sommerdreieck steht noch im Westen. Kassiopeia, das Himmels W, hat seine höchste Stellung erreicht und wird jetzt eher als M wahrgenommen. Die Herbststernbilder erreichen den  Meridian in den Abendstunden..

 

Der Sonnen- und Mondlauf
Die Sonne steht am Monatsanfang um 11:51Uhr und am Monatsende um 11:56Uhr MEZ im Süden.
Monatsanfang befindet sich die Sonne im Sternbild Waage und wechselt am 23.11. ins Sternbild Skorpion, in dem sie nur kurze Zeit verweilt. Bereits am 30.11. tritt sie ins Sternbild Schlangenträger. Für Horoskopfans: am 22.11. tritt die Sonne in das Sternzeichen Schütze.

Der Lauf der Sonne Aufgang Höchststand Untergang Dämmerungsende
01.11.2019 6:58 Uhr 11:51 Uhr 16:43 Uhr 17:56 Uhr
15.11.2019 7:22 Uhr 11:52 Uhr 16:21 Uhr 17:37 Uhr
30.11.2019 7:46 Uhr 11:56 Uhr 16:05 Uhr 17:25 Uhr

 

Der Lauf des Mondes Ereignis
02.11.2019 Mond nahe Saturn (Abendhimmel)
04.11.2019 Mond im ersten Viertel
07.11.2019 Mond in Erdferne
11.11.2019 Merkur Durchgang, Merkur wandert über die Sonnenscheibe
12.11.2019 Vollmond
13.11.2019 Mond in den Hyaden
19.11.2019 Mond im letzten Viertel
23.11.2019 Mond in Erdnähe
24.11.2019 Mond nahe Mars (Morgenhimmel, sehr schwierig)
25.11.2019 Mond nahe Merkur (Morgenhimmel, schwierig)
26.11.2019 Neumond
28.11.2019 Mond nahe Venus und Jupiter (Abendhimmel)
29.11.2019 Mond nahe Saturn (Abendhimmel)

 

Der Lauf der Planeten (mit bloßem Auge sichtbaren)

Merkur 
Merkur wandert am 11.11. gegen 13:35Uhr bis zum Sonnenuntergang um 16:26Uhr vor der Sonnenscheibe vorbei. Dieses Ereignis ist nur unter Verwendung geeigneter Sonnenfilter mit einem Fernglas oder Teleskop zu beobachten. Vor unvorsichtigen Beobachtungen mit ungeeigneten Filtern muß gewarnt werden. Am besten, wer keine geprüften Filter hat, besucht zur gefahrlosen Beobachtung eine Sternwarte in seiner Nähe. Ab dem 23. November bis zum 05. Dezember bietet Merkur die beste Morgensichtbarkeit des ganzen Jahres. Am 23.11. geht Merkur um 5:44Uhr und am Monatsende um 5:49Uhr auf. Die Entfernung zur Erde beträgt am 23.11. 0,88AE (131,7 Mill.km) und am 30.11. 1,05AE (157,8 Mill.km)

Venus
Venus gewinnt langsam an Vorsprung zur Sonne und läutet ihre Abendsichtbarkeit ein. Noch ist sie kein auffälliges Objekt und ist nur knapp in südwestlicher Richtung  über dem Horizont sichtbar. Am 1. des Monats tritt sie in das Sternbild Skorpion ein und zieht am 9. nördlich in 4°Abstand an Antares vorbei. Vom 9. bis 23. durchläuft sie das Sternbild Schlangenträger, wechselt dann ins Sternbild Schütze. Am 24.11. überholt Venus Jupiter  in 1°24′ südlichem Abstand. Ein besonderer Anblick bietet sich am 28.11. gegen 17:30Uhr. Knapp über den südwestlichen Horizont stehen die Planeten Saturn – Venus – Jupiter, dazu kommt die schmale Sichel des zunehmenden Mondes zwischen Venus und Jupiter. Die 1,5AE (220,5 Mill.km) von der Erde entfernte und ca. 11sec. im Durchmesser erscheinende Venus hat ca. -3,9mag Helligkeit. Die Untergangszeiten ändern sich nur unwesentlich von 17:30Uhr am       1. des Monats zu 17:42Uhr am Monatsletzten.

Mars
 Mars taucht langsam am Morgenhimmel auf. Er bewegt sich rechtläufig durch das Sternbild Jungfrau und erreicht am Monatsende das Sternbild Waage.
Am 1.11. geht der Mars um 5:02Uhr und am Monatsletzten um 4:55Uhr auf. Seine Entfernung beträgt zur Monatsmitte ca. 2,47AE (370 Mill.km) und die Helligkeit 1,8mag. Sein Durchmesser von 4sec. bietet noch keine Einzelheiten im Teleskop.

Jupiter
Jupiter bewegt sich rechtläufig durch den Schlangenträger und verabschiedet sich langsam vom Abendhimmel. Gegen Monatsende wird er fürs bloße Auge unsichtbar. Am 1.11. geht Jupiter um 18:54Uhr und am 30.11. bereits um 17:25Uhr unter.
Am 28.11. wird Jupiter gegen Mittag vom Mond bedeckt. Mit geeigneter Optik ist diese Bedeckung von Mitteleuropa beobachtbar. Beginn 10:30Uhr, Ende 11:40Uhr. (Unbedingt Schutz vor der Sonne beachten)

Saturn
Saturn kann noch am Abendhimmel beobachtet werden. Er beschleunigt seine rechtläufige Bewegung durch den Schützen. Nach Einbruch der Dunkelheit kann man den 0,6mag hellen Saturn tief am Südwesthimmel finden.
Am 1.11 geht der Ringplanet um 20:34Uhr, am 15.11. um 19:44Uhr und am 30.11. um 18:52Uhr unter. Seine Helligkeit fällt auf 0,6mag zurück.

 

Was gibt es noch zu sehen
Im November können folgende Meteorströme beobachtet werden. Die Leoniden sind vom 13. bis 30. November am Morgenhimmel aktiv. Das Maximum mit bis zu 15 Meteoren pro Stunde wird in der Nacht vom 17. auf den 18.11. erwartet. Es handelt sich um sehr schnelle (70km/sec) Sternschnuppen. Die Teilströme der Tauriden sind weiterhin aktiv. Um den 5. bis 10. November können die nördlichen Tauriden  für 5 bis 10 Meteore pro Stunde sorgen, darunter sind mitunter helle Meteore und Feuerkugeln. Die Alpha – Monocerotiden sind ein periodischer Strom. Der Radiant liegt im Sternbild Einhorn. Neuere Kalkulationen lassen ein merkbares Auftreten des Stromes am 22. November erwarten.

 
Kometen
Im Moment sind keine hellen Kometen zu beobachten.              

Der Fixsternhimmel

Der Himmei im November

Der Sternhimmel im November für größeres Bild bitte auf das Bild klicken. Mit freundlicher Genehmigung der VDS. Vereinigung der Sternfreunde

Der Große Wagen befindet sich in unterer Kulmination zwischen Polarstern und Nordpunkt. Währenddessen Kassiopeia ihren höchsten Stand zwischen Zenit und Polarstern erreicht. Bei Zirkumpolarsternbilder findet sowohl die obere als auch die untere Kulmination über dem Horizont statt und kann somit beobachtet werden. Noch ist das Sommerdreieck weit im Westen zu finden. Relativ hoch steht Deneb, der Schwanzstern im Schwan. Auch die sehr helle Wega ist gut im Nordwesten zu finden, hingegen Atair im Adler am Westhorizont kaum noch auszumachen ist.  Hoch im Süden findet man die Standard-Sternbilder des Herbsthimmels. Pegasus – Andromeda – Widder und Perseus die den Abendhimmel dominieren. Die beiden schwer zu beobachtenden Fische wandern gerade durch den Meridian. Allerdings sind sie allgemein bekannt, da sie zum Tierkreis gehören. Zum Aufsuchen beginnt man mit einer kleinen Stern – Ellipse südlich des Pegasusquadrates. Von dort folgt man der lichtschwachen Sternenkette nach  Südosten und anschließend wieder nach oben zur Andromedasternkette. Zwischen dem Sternbild Dreieck und dem Pegasusquadrat trifft man auf die Zweite aber sehr lichtschwache Fischellipse. Im Südwesten befindet sich noch der Wassermann, der ebenso ein lichtschwaches Tierkreissternbild ist. Der Südostquadrant wird von den auch lichtschwachen Sternbildern Walfisch und dem Fluß Eridanus ausgefüllt. Aber am Osthimmel wird es langsam lebendig. Die Wintersternbilder melden ihren Anspruch gesehen zu werden an. Fuhrmann, Stier, Orion und die Zwillinge sorgen für helle Sterne am Himmel. Um das Wintersechseck zu schließen fehlen nur noch Sirius im Großen-  und Prokyon im Kleinen – Hund.


Am 11.November besteht die Möglichkeit den Merkurdurchgang auf der Sternwarte mit zu verfolgen. Vorausgesetzt das Wetter läßt es zu.