Der Sternenhimmel in diesem Monat

Der Himmel im Januar
Alle Zeitangaben in MEZ, gültig für E13°07′ und N51°07′ (Döbeln SN).

Der Januar ist im allgemeinen kalt, bringt aber dafür häufig klare Nächte. Freuen wir uns auf diese.
Uns erwartet am 21.01.2019 eine totale Mondfinsternis deren Ein – und Austritt von Hartha aus beobachtet werden kann.
Allerdings  heißt es dafür zeitig aufstehen, denn sie beginnt gegen 4:34 Uhr und endet  7:51 Uhr. Der Sonnenaufgang findet nahezu mit dem Ende der Finsternis statt.

Der Sonnen- und Mondlauf
Die Sonne steht 01.01. um 12:23 und am 31.01. um 12:33 MEZ im Süden.
Monatsanfang befindet sich die Sonne im Sternbild Schütze und zum Monatsende im Wassermann.

Der Lauf der Sonne Aufgang Höchststand Untergang Dämmerungsende
01.01.2019 8:10 Uhr 12:11 Uhr 16:12 Uhr 16:51 Uhr
15.01.2019 8:03 Uhr 12:16 Uhr 16:30 Uhr 17:07 Uhr
31.01.2019 7:45 Uhr 12:20 Uhr 16:57 Uhr 17:32 Uhr

 

Der Lauf des Mondes Ereignis
01.01.2019 Mond bei Venus (Morgenhimmel)
03.01.2019 Mond bei Jupiter (Morgenhimmel)
06.01.2019 Neumond, Venus gr.westl. Elongation (Morgenhimmel)
12.01.2019 Mond bei Mars (Abendhimmel)
14.01.2019 Mond im ersten Virtel
21.01.2019 Vollmond, Totale Mondfinsternis (Morgenhimmel bis kurz vor Sonnenaufgang)
22.01.2019 Venus bei Jupiter (Morgenhimmel)
27.01.2019 Mond im letzten Virtel
31.01.2019 Mond bei Jupiter und Venus (Morgenhimmel)

 

Der Lauf der Planeten (mit bloßem Auge sichtbaren)

Merkur
Der Planet hat im Dezember seine Morgensichtbarkeit beendet.
Er bleibt im Januar unseren Blicken verborgen.
Venus
Wandert diesen Monat durch die Sternbilder, Waage, Skorpion und Schlangenträger. Sie bleibt weiterhin strahlender „Morgenstern“.
Am 01.Januar geht sie um 4:08 Uhr und am 31.Januar um 4:55 Uhr auf.
Ihre Helligkeit nimmt nur leicht von -4,6 mag auf -4,3 mag ab und der Durchmesser des Planetenscheibchen geht von 26,3 auf 19,4 Bogensekunden zurück.
Am 05.01. erreicht die Venus ihre Halbphase (Dichotomie), einen Tag später
ihre größte westliche Elongation (Winkelabstand zur Sonne 47°).
Vom 20.01. bis 25.01. bildet die Venus und der -1,9 mag helle Jupiter ein
schönes und auffälliges Planetenpaar in der Morgendämmerung.
Spektakulär ist der Anblick am 31.01, gegen 6:30 Uhr am Südosthimmel
wenn sich die Sichel des abnehmenden Mondes zwischen die hellen
Planeten stellt.
Mars
Der Mars bleibt der Planet der ersten Nachthälfte.
Am 01.1. geht er um 23:29 Uhr und am Monatsende um 23:27 Uhr unter.
Der Durchmesser des Marsscheibchen verkleinert sich von 7,4
auf 6,1 Bogensekunden. Er ist aber nach wie vor ein sehr helles
und auffälliges Objekt. Seine Helligkeit beim Monatsanfang von
0,4 mag geht bis Monatsende auf 0,8 mag zurück.
Damit ist der Mars kein lohnedes Objekt mehr für Teleskopbeobachtungen.
Jupiter
 Kann für ca. 2 Stunden am südöstlichen Morgenhimmel zusammen
mit der Venus gesehen werden. Er geht am Monatsanfang um 5:58 Uhr;
und am Ende um 4:29 Uhr auf. Der Durchmesser der Planetenscheibe beträgt
32 Bogensekunden, die Helligkeit ca. -1,9 mag.
Saturn
Erreicht am 02.01.2019 seine Konjunktion. Er steht neben der Sonne am
Taghimmel. Ist also im Januar in der Nacht nicht beobachtbar.

Was gibt es noch zu sehen
Meteoritenströme

vom 01.01. bis zum 10.01. sind die Quadrantiden (sie kommen aus dem Bootes deshalb werden sie auch Bootiden genannt) aktiv.
Ein weniger bekannter Strom sind die Delta – Cancriden. Sie tauchen zwischen dem 01.01 und dem 24.01 auf. Der Radiant liegt im Krebs.
Es gibt noch einen relativ neuen Strom, die Gamm – Ursae – Minoriden sie sind um den 18.01. zu erwarten.
Der Fixsternhimmel

Der abendliche Anblick des Winterhimmels, auf der nördlichen Hemisphere,
mit seinen hellen Sternen ist immer wieder überwältigend . Auch das bei dunklem Himmel, zart schimmernde Lichtband der Milchstraße fernab von störenden Lichtquellen, ist von zauberhafter Schönheit. Leider verblassen nicht nur die lichtschwachen Objekte des nächtlichen Himmels in der immer größeren Lichtverschmutzung.
Das auffälligste Sternbild am Winterhimmel ist der Orion. Er bildet eine leicht zu erkennende Formation. Mit den hellen Sternen der ihn umgebenden Sternbilder bildet er das sogenannte Wintersechseck das den ganzen Südhimmel beherrscht.
Der Winterhimmel in Mitteleuropa zeigt 17 von 30, der hellsten Sterne am ganzen Firmament. Der hellste ist der tief im Südosten stehende Sirius im „Großen Hund“. Er ist mit -1,5 mag der hellste Fixstern überhaupt und wird nur von den Planeten Venus und Jupiter sowie gelegentlich vom Mars an Glanz übertroffen.
Darüber im Südosten schließt sich Prokyon im „KleinenHund“ an. Etwas höher im Osten, folgen die Sternenketten der Zwillinge mit den beiden Sternen Kastor und Pollux.
Hoch im Zenit erstrahlt die Kapella im „Fuhrmann“. Etwas unterhalb im Südwesten steht der „Stier“ mit dem rötlichen Aldebaran, sowie den beiden offenen Sternhaufen Hyaden und Plejaden. Im Süden schließt der „Orion“ das Wintersecheck.
Östlich der Zwillinge steht das unscheinbare, aber zum Tierkreis gehörende Sternbild „Krebs“. Es besteht aus relativ lichtschwachen Sternen. Das Sternbild enthält einen interessanten offenen Sternhaufen: den bereits mit bloßem Auge sichtbaren m 44 „Praesepe, oder Krippe“.
Weiter östlich auf dem Tierkreis gelegen, ist der Löwe bereits aufgegangen. Er nimmt im Frühling die Stellung im Süden ein.
Kassiopeia, in unseren Breiten zirkumpolar ist also immer über dem Horizont.
Als sogenanntes Himmels „W bzw. M“ bezeichnet, dient es auch als Wegweiser für
andere Sternbilder und dem Polarstern. Fast am Stern β Cassiopeiae verläuft der „Nullmeridian“ – also 0° RA – des Himmels.
Zwischen Fuhrmann und Kassiopeia, Nordwestlich befindet sich Perseus.
Das Sternbild ist in unseren Breiten teilweise zirkumpolar. Im Perseus befinden sich interessante Beobachtungsobjekte, wie der Doppelsternhaufen h und χ (chi ) Presei.
Er gehört zu den 48 klassischen Sternbildern, der Antike. Wie auch das Sternbild Andromeda das sich Südwestlich anschließt. Sie ist ein allseits bekanntes Sternbild, denn sie enthält mit M 31 den großen Andromedanebel.
Unterhalb auf der Ekliptik gelegen finden wir das relativ wenig helle Sternbild der Fische. Es gehört auch zu den antiken Sternbildern. Sonne Mond und Planeten durchqueren das Sternbild bei ihrem Lauf. Die Ekliptik schneidet hier den Himmelsäquator. Dieser Kreuzungspunkt, der Frühlingspunkt (RA 0h), ist der Ursprung der wichtigsten Himmels-Koordinatensysteme.

Noch ein paar Hinweise zur totalen Mondfinsternis am Morgen des 21.Januar
Zeitplan für (N51°7min; E13°7min)

Mondaufgang am 20.01 um 15:47 Uhr
Sonnenuntergang am 20.01 um 16:37 Uhr
Mondfinsternis am 21.01
Eintritt in den Halbschatten (1.Kontakt) 3:34 Uhr
Sichtbarkeitsbeginn: 4:10 Uhr
Eintritt in den Kernschatten (2. Kontakt) 4:34 Uhr
Beginn der totalen Phase (3. Kontakt) 5:41 Uhr
Beginn der Nautischen Dämmerung 6:41 Uhr
Begin der Bürgerlichen Dämmerung 7:22 Uhr
Austritt aus dem Kernschatten (5. Kontakt) 7:51 Uhr
Sonnenaufgang 7:58 Uhr
Monduntergang 8:08 Uhr
Austritt aus den Halbschatten (6. Kontakt) 8:48 Uhr

Wer es ganz genau wissen möchte, hier noch ein interessanter Link:
(Autor Stefan van Ree Copyright www.Der-Mond.org)

https://www.der-mond.org/mondfinsternis/mondfinsternis-am-21012019/