Der Sternenhimmel in diesem Monat

Der Himmel im Januar
Alle Zeitangaben in MEZ, gültig für E12°07′ und N51°07′ (Döbeln SN).
Wir haben Mitteleuropäische Zeit. (Normale Zonenzeit für Deutschland. Gleich Weltzeit UTC plus eine Stunde).

Der Januar sollte im allgemeinen kalt sein, bringt aber dafür häufig klare Nächte. Freuen wir uns auf diese.
Der erste Monat im Jahr ist ein Wintermonat. Kassiopeia, das „Himmels W“ beginnt ihren Abstieg, gleichzeitig steigt gegenüber der Große Wagen auf. Die Herbststernbilder haben sich an den Westhimmel zurückgezogen. Um den Meridian hat sich das Wintersecheck versammelt. Tief im Osten tauchen zaghaft die ersten Frühlingsternbilder auf.

Der Sonnen- und Mondlauf
Die Sonne steht am Monatsanfang um 12:10Uhr und am Monatsende um 12:20Uhr MEZ im Süden.
Monatsanfang befindet sich die Sonne im Sternbild Schütze und wechselt am 20.1. ins das Sternbild Steinbock. Für Horoskopfans: am 20.1. tritt die Sonne in das Tierkreiszeichen Wassermann.

Der Lauf der Sonne Aufgang Höchststand Untergang Dämmerungsende
01.12.2020 8:10 Uhr 12:10 Uhr 16:11 Uhr 17:33 Uhr
15.12.2020 8:04 Uhr 12:16Uhr 16:29 Uhr 17:48 Uhr
31.12.2020 7:45 Uhr 12:20 Uhr 16:56 Uhr 18:11 Uhr

 

Der Lauf des Mondes Ereignis
02.01.2020 Mond in Erdferne 405/29,5′
03.01.2020 Mond im ersten Viertel
07.01.2020 Mond bei Aldebaran (Abendhimmel)
10.01.2020 Vollmond Halbschattenfinsternis
13.01.2020 Mond in Erdnähe 366/32,7′
17.01.2020 Mond im letzten Viertel
21.01.2020 Mond bei Mars (Morgenhimmel)
24.01.2020 Neumond
29.01.2020 Mond in Erdferne 405/29,5′

(Erdnähe/Erdferne in Mill.Km und Durchmesser in Minuten)

Der Lauf der Planeten (mit bloßem Auge sichtbaren)

Merkur 
Merkur bleibt im Januar unseren Blicken verborgen.

Venus
Venus zeigt sich im Januar als hell strahlender Abendstern. Der Nachbarplanet wird in der Abenddämmerung als erstes sichtbar, lange bevor andere Gestirne sich zeigen. Nach Sonne und Mond ist die Venus das hellste Gestirn am Himmel.
Am 01. Januar geht sie um 19:07Uhr, am 15. Januar um 19:52Uhr und am 31.Januar um 20:40Uhr unter.
Ihr Helligkeit nimmt nur leicht von -4,0mag auf -4,1mag zu und der Durchmesser des Planetenscheibchen steigt von 13,1 auf 15,3 Bogensekunden. Am 27.1, zieht Venus nur knapp fünf Bogenminuten südlich am lichtschwachen Neptun vorbei. Um Neptun zu sehen ist ein Fernglas oder Teleskop erforderlich. Am 28.01. gesellt sich der zunehmende Mond in ca. 5° abstand hinzu.

Mars 
Der Mars ist der Planet am Morgenhimmel.
Am 1.1. geht er um 4:50Uhr und am Monatsletzten um 4:40Uhr auf.
Der Durchmesser des Marsscheibchen verändert sich nur unwesentlich von 4,3 auf 4,8 Bogensekunden. Seine Helligkeit beim Monatsanfang von 1,6mag steigt leicht bis Monatsende auf 1,4mag an. Mit Amateurteleskopen sind auf dem Mars noch keine Einzelheiten zu erkennen.

Jupiter
Jupiter ist frühestens ab den 25.1. freisichtig in der Morgendämmerung zu erkennen. Da er mit -1,9mag sehr hell strahlt, kann man ihn am Südosthorizont ausmachen. Die  Entfernung zum Heimatplaneten beträgt: 6,11AE (ca. 915Mill.Km)

Saturn
Saturn steht neben der Sonne am Taghimmel und ist im Januar nicht zu beobachten.

Was gibt es noch zu sehen
Vom 01.01. bis zum 10.01. sind die Quadrantiden (sie kommen aus dem Bootes deshalb werden sie auch Bootiden genannt) aktiv.
Ein weniger bekannter Strom sind die Delta – Cancriden. Sie tauchen zwischen dem 01.01. und dem 24.01 auf. Der Radiant liegt im Krebs.
Einen sehr schwachen Strom stellen die Gamma-Ursae-Minoriden dar, die zwischen dem 10. bis 22. Januar beobachtbar sind. Das nicht sehr ausgeprägte Maximum findet in der Nacht vom 18. zum 19. Januar statt.

Kometen

Komet Helligkeit         Höhe Azimut Sternbild
C/2017 T2 PANSTARRS 9,5 23° 24° (NNO) Perseus
C/2018 N2 ASASSN 12,0 32,6° 65° (ONO) Andromeda

     

Der Fixsternhimmel

DerSter nhimmel im Januar

Der Sternhimmel im Januar für größeres Bild bitte auf das Bild klicken. Mit freundlicher Genehmigung der Vereinigung der Sternfreunde VDS.

Der abendliche Anblick des Winterhimmels, auf der nördlichen Hemisphäre, mit seinen hellen Sternen ist immer wieder überwältigend. Auch das bei dunklem Himmel, zart schimmernde Lichtband der Milchstraße fernab von störenden Lichtquellen, ist von zauberhafter Schönheit.
Leider verblassen nicht nur die lichtschwachen Objekte des nächtlichen Himmels in der immer größeren Lichtverschmutzung. Das auffälligste Sternbild am Winterhimmel ist der Orion. Er bildet eine leicht zu erkennende Formation. Mit den hellen Sternen der ihn umgebenden Sternbilder bildet er das sogenannte Wintersecheck das den ganzen Südhimmel beherrscht. Der Winterhimmel in Mitteleuropa zeigt 17 von 30, der hellsten Sterne am ganzen Firmament. Der hellste ist der tief im Südosten stehende Sirius im „Großen Hund“. Er ist mit -1,5mag der hellste Fixstern überhaupt und wird nur von den Planeten Venus und Jupiter sowie gelegentlich vom Mars an Glanz übertroffen. Darüber im Südosten schließt sich Prokyon im „Kleinen Hund“ an. Etwas höher im Osten, folgen die Sternenketten der „Zwillinge“ mit den beiden Sternen Kastor und Pollux. Hoch im Zenit erstrahlt die Kapella im „Fuhrmann“. Etwas unterhalb im Südwesten steht der „Stier“ mit dem rötlichen Aldebaran, sowie den beiden offenen Sternhaufen „Hyaden und Plejaden“. Im Süden schließt der „Orion“ das Wintersecheck. Östlich der Zwillinge steht das unscheinbare aber zum Tierkreis gehörende Sternbild „Krebs“. Es besteht aus relativ lichtschwachen Sternen. Das Sternbild enthält einen interessanten offenen Sternhaufen: den bereits mit bloßem Auge sichtbaren M44 „Praesepe, oder Krippe“ Weiter östlich auf dem Tierkreis gelegen, ist der „Löwe“ bereits aufgegangen. Er nimmt im Frühling die Stellung im Süden ein. Kassiopeia, in unseren Breiten zirkumpolar ist also immer über dem Horizont. Als sogenanntes „Himmels- W bzw M“ bezeichnet, dient es auch als Wegweiser für andere Sternbilder und dem Polarstern. Fast am Stern ß Cassiopeiae verläuft der „Nullmeridian“ – also 0° RA- des Himmels. Zwischen Fuhrmann und Kassiopeia, Nordwestlich befindet sich „Perseus“ Das Sternbild ist in unseren Breiten teilweise zirkumpolar. Im Perseus befinden sich interessante Beobachtungsobjekte, wie der Doppelsternhaufen „h und chi“ Persei. Er gehört zu den 48 klassischen Sternbildern, der Antike. Wie auch das Sternbild „Andromeda“ das sich Südwestlich anschließt. Sie ist ein allseits bekanntes Sternbild, denn sie enthält mit M31 den großen Andromedanebel. Unterhalb auf der Ekliptik gelegen finden wir das relativ wenig helle Sternbild der „Fische“. Es gehört auch zu den antiken  Sternbildern. Sonne, Mond und Planeten durchqueren das Sternbild bei ihren Lauf. Die Ekliptik schneidet hier den Himmelsäquator. Dieser Kreuzungspunkt, der „Frühlingspunkt“, (RA 0h) ist der Ursprung der wichtigsten Himmels – Koordinatensysteme.